Die Funktion eines Ortsvorstehers ist für alle Ortsteile der Stadt Goslar von zentraler Bedeutung. Ortsvorsteher bilden das unmittelbare Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern eines Ortsteils, der kommunalen Politik und der Verwaltung. Sie sorgen dafür, dass Anliegen, Probleme und Bedarfe aus den Ortsteilen direkt und strukturiert in das Verwaltungshandeln eingebracht werden können. Gerade in Ortsteilen ohne eigenen Ortsrat übernehmen Ortsvorsteher eine unverzichtbare Rolle, um lokale Interessen sichtbar und wirksam zu vertreten.
Mein praktisches Beispiel zeigt, wie wichtig diese Funktion ist: Als Klaus-Peter Sonnenberg seinerzeit nicht erneut für den Stadtrat kandidierte, äußerten die Hahndorfer den klaren Wunsch, weiterhin eine Stimme im Rat zu haben. Dies war ein wesentlicher Grund dafür, dass ich selbst für den Stadtrat kandidierte – eine Entscheidung, die sich im Rückblick als vollkommen richtig erwiesen hat. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie schnell ein Ortsteil ohne politische Vertretung dastehen kann, wenn keine strukturelle Absicherung besteht.
Gerade deshalb ist es notwendig, in allen Ortsteilen einen Ortsvorsteher einzusetzen – auch in jenen Alt-Goslarer Ortsteilen, die bislang nicht damit ausgestattet sind wie Jerstedt, Hahndorf, Sudmerberg oder Oker. Sollte bei einer Wahl kein Vertreter eines Ortsteils in den Stadtrat gewählt werden, stellt der Ortsvorsteher sicher, dass dennoch eine verlässliche politische Ansprechperson vorhanden ist.
Für mich ist klar:
Alle Ortsteile Goslars brauchen eine feste politische Vertretung. Ortsvorsteher sichern diese Vertretung, stärken die lokale Identität und gewährleisten, dass kein Ortsteil ohne Stimme bleibt – heute und in Zukunft.
Freundliche Grüße
Norbert Schecke
