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Bahnhofsplatz statt Dr. Otto-Fricke-Platz

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Oft ist es besser, wenn man eine Entscheidung bei Vorliegen aller Sachverhalte trifft und nicht schiebt – es fällt einem irgendwann wieder vor die Füße und wird nicht besser.

Dieses trifft auf den CDU-Antrag aus 2015 mit dem Wunsch auf Benennung des Bahnhofsvorplatzes nach dem Goslarer Ehrenbürger Dr. Otto Fricke sicherlich zu.

Der Antrag lag vor, eine ausführliche Prüfung in Form eines beantragten Gutachtens zur Person Dr.Otto Frickes ebenfalls und den Bahnhofsvorplatz gab es.

Das Schieben der Entscheidung im Bauausschuss im Oktober 2016 bis zur Fertigstellung

der Umbaumaßnahmen am Bahnhofsvorplatz war somit falsch oder feige und sicherlich der

damals schon kontroversen Diskussion geschuldet. Vorbehalte wurden aber durch das Gutachten Dr. Schygas, finanziert durch die Familie, ausgeräumt, ein schuldhaftes Verhalten während der NS-Zeit verneint.

Da Aufgeschoben eben nicht aufgehoben ist, muss jetzt zur Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes neu beraten werden. Heute sicherlich, oder besser hoffentlich, mit einer finalen Entscheidung.

Im Kern geht es um ein sichtbares Zeichen im Stadtbild zur Würdigung des Goslarer Ehrenbürgers Dr. Otto Fricke, u.a. einem langjährigen Mitglied des Landtags in Niedersachen und Minister für Wirtschaft und Verkehr und vieles mehr. Sachverhalte, die im Übrigen unsere Vorgänger im Rat 1972 dazu veranlassten, eben jenem Dr. Otto Fricke die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Und das Herr Wehrmann in diesem Kontext wiederholt von ambivalenter Persönlichkeit Frickes und „Fehlgriffen“ bei Straßenbenennung ausführt, lässt einen nur hoffen, dass unseren Ehrenbürgern in späteren Jahrzehnten nicht Gleiches widerfährt. Ehrenhaft ist das nicht.

Im Wissen um die wie oben bereits erwähnten kontroversen Diskussionen hat die Verwaltung einen neuen Vorschlag mit dem „Kaiserring-Platz“ unterbreitet, der sicherlich gut gemeint ist, aber keine restlos überzeugende Durchschlagskraft entwickelt hat. 

Der Umgang mit einer Platzbenennung nach Dr. Otto Fricke bleibt vage, da kein konkreter Vorschlag unterbreitet wird. Hinweisen möchte ich an dieser Stelle, dass mein Ratskollege Claus Roschanski und ich konkret auf eine Alternative in Jürgenohl am Marktplatz hingewiesen haben, um ebenfalls einen Konsens herbeizuführen und wo es einen historischen Bezug Frickes gibt. Fricke hat in fast 40 Verhandlungen mit den Engländern die Vermeidung der Sprengung des Rollfeldes erreicht, um hier für Flüchtlinge und Vertriebene einen neuen Stadtteil entstehen zu lassen. 

Klare Mehrheiten ließen sich hierfür bei allen Beteiligten allerdings genauso wenig finden, wie für die heutige Vorlage.

Die CDU-Fraktion wird weiterhin an ihrem Ursprungsantrag festhalten. Da sich keine Mehrheiten abzeichnen, werden wir dann dem ehemaligen Antrag der Grünen, einer Benennung in Bahnhofsplatz zustimmen, so wie es nach unserer Wahrnehmung unsere Bürger auch bevorzugen.

Das Thema „Kaiserring“ sollte aus unserer Sicht und entsprechend den Hinweisen unserer sachkundigen Bürger in den Gremiensitzungen beim neuen Pfalzquartier aufgegriffen werden. Erinnern möchte ich, dass ganz zu Beginn der Entwicklungen an jenem Ort auch

ein Kaiserring-Museum diskutiert wurde. Dort ist der Kaiserring am passendsten.

Vielen Dank.