Die Funktion eines Ortsvorstehers ist für alle Ortsteile der Stadt Goslar von zentraler Bedeutung. Ortsvorsteher bilden das unmittelbare Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern eines Ortsteils, der kommunalen Politik und der Verwaltung. Sie sorgen dafür, dass Anliegen, Probleme und Bedarfe aus den Ortsteilen direkt und strukturiert in das Verwaltungshandeln eingebracht werden können. Gerade in Ortsteilen ohne eigenen Ortsrat übernehmen Ortsvorsteher eine unverzichtbare Rolle, um lokale Interessen sichtbar und wirksam zu vertreten.

Mein praktisches Beispiel zeigt, wie wichtig diese Funktion ist: Als Klaus-Peter Sonnenberg seinerzeit nicht erneut für den Stadtrat kandidierte, äußerten die Hahndorfer den klaren Wunsch, weiterhin eine Stimme im Rat zu haben. Dies war ein wesentlicher Grund dafür, dass ich selbst für den Stadtrat kandidierte – eine Entscheidung, die sich im Rückblick als vollkommen richtig erwiesen hat. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie schnell ein Ortsteil ohne politische Vertretung dastehen kann, wenn keine strukturelle Absicherung besteht.


Gerade deshalb ist es notwendig, in allen Ortsteilen einen Ortsvorsteher einzusetzen – auch in jenen Alt-Goslarer Ortsteilen, die bislang nicht damit ausgestattet sind wie Jerstedt, Hahndorf, Sudmerberg oder Oker. Sollte bei einer Wahl kein Vertreter eines Ortsteils in den Stadtrat gewählt werden, stellt der Ortsvorsteher sicher, dass dennoch eine verlässliche politische Ansprechperson vorhanden ist.

Für mich ist klar:
Alle Ortsteile Goslars brauchen eine feste politische Vertretung. Ortsvorsteher sichern diese Vertretung, stärken die lokale Identität und gewährleisten, dass kein Ortsteil ohne Stimme bleibt – heute und in Zukunft.

Freundliche Grüße

Norbert Schecke

Anbau für das FFW-Haus ist notwendig und im Rahmen der aktuellen Baumaßnahmen zu beachten.

Rede als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Hahndorfer Vereine und Verbände anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hahndorf am 17.01.2026 (sicherlich in Teilen in meiner Funktion auch als Ratsherr der Stadt Goslar:

Analog meinen Vorrednern begrüße ich alle Anwesenden recht herzlich hier in Hahndorf.

Als Vorsitzender der Hahndorfer Vereine und Verbände darf ich Sie alle herzlich willkommen heißen und Ihnen und Ihren Lieben noch ein gesundes neues Jahr wünschen.

Zunächst möchte ich kurz auf das eingehen, was uns in Hahndorf im zurückliegendem Jahr wirklich stolz machen kann. Mit der Fertigstellung der neuen Mehrzweckhalle haben wir ein Projekt abgeschlossen, das für unsere Vereine, für den Sport und für das gesamte Dorf eine enorme Bedeutung hat. Auch die neue Halle ist längst wieder zu einem zentralen Ort des Miteinanders geworden.

Unter der Federführung des SV Hahndorf entstand ab November 2024 der Neubau des Begegnungsraums. Ein ambitioniertes Projekt, das innerhalb eines Jahres fertiggestellt wurde und das die Vereinslandschaft weiter stärkt. 

Parallel dazu wurde die alte Halle abgerissen und damit wird Platz geschaffen für dringend benötigten Parkraum im Wiesenweg. Leider hat die Witterung verhindert, dass die Außenanlagen rechtzeitig vor Weihnachten abgeschlossen werden konnten. Schade, denn der Wiesenweg ist schlichtweg überlastet und bei Einsätzen unserer Feuerwehr braucht es nun mal Platz. Aber das sind Aufgaben, die sich ja in der Umsetzung befinden. 

Und es geht weiter: Direkt westlich des Feuerwehrhauses wird der neue Kindergarten entstehen, dessen Fertigstellung für 2027 vorgesehen ist. Ein wichtiges Projekt für Familien und für die Zukunft unseres Ortes. Gleichzeitig bedeutet es aber auch: Die Belastungen im direkten Umfeld der Feuerwehr werden weiter anhalten. Baustellenverkehr und enge Platzverhältnisse – all das wird die Kameradinnen und Kameraden erneut fordern.

Und bei all den Entwicklungen im Umfeld sollten wir eines nicht aus den Augen verlieren: den notwendigen Anbau am Feuerwehrhaus. Der scheint sich gerade heimlich aus dem Staub zu machen. Vielleicht hat er sich zwischen Mehrzweckhalle, Begegnungsraum und Kindergartenneubau einfach nicht mehr gesehen und beschlossen, leise unterzutauchen. 

Ein bisschen ernster – in Zeiten knapper Haushaltsmittel müssen wir, und da kommt auch der Ratsherr in mir durch, noch genauer hinschauen. Aber wenn Fahrzeuge, für Hahndorf sind es sogar zwei neue, quasi kurz vor der Bestellung stehen und dann nicht mehr in der vorgesehenen Form untergestellt werden können, muss ich wohl den Alarmknopf drücken. 

Und es wäre bedauerlich, wenn wir später erneut das Außengelände oder die neuen Wegeverbindungen wieder aufreißen müssten oder beschädigen würden, obwohl wir heute wissen, dass der Anbau notwendig ist.

Ich hoffe sehr, dass die Verwaltung, liebe Urte, den Anbau noch einmal prüft und zu einer Umsetzung kommt. Dass so etwas kein Hexenwerk ist, haben die Nachbarn vom SV eindrucksvoll gezeigt. Vielleicht lohnt sich auch ein Blick auf Modelle mit Eigenleistung – andere Feuerwehren im Stadtgebiet haben das vorgemacht. Mir geht es nicht darum, dem Ehrenamt noch weitere Aufgaben aufzubürden, aber vielleicht findet sich ja eine praktikable Lösung im Dialog.

Und so hoffe ich, dass wir hier schneller vor die Lage kommen – wie man im Feuerwehrjargon sagt. 

Themenwechsel: neulich war ich beim Jahresabschlussdienst der Kinder- und Jugendfeuerwehren in Hahnenklee und hier wurde von Stadtbrandmeister Christian Hellmeier ausgeführt, dass über 95 % der Kinder und Jugendlichen später in den aktiven Dienst übergehen. Dieses möchte ich zum Anlass nehmen und unseren jungen Kameradinnen und Kameraden in Kürze eine kleine Überraschung zukommen lassen, die ich mir ihrer Leitung, Doreen Bürdeck, abgesprochen habe: Einen Turnbeutel zum Transport wichtiger Utensilien bei der Freizeitgestaltung, natürlich mit Logo der Jugendfeuerwehr Hahndorf.

Vielen Dank und Gut Wehr.